Arbeitsgemeinschaft Ricklinger Vereine von 1957 e. V.

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40 Jahre Freizeitheim Ricklingen

Am 19. Mai 1967 wurde das Freizeitheim Ricklingen feierlich eingeweiht. Rund 10 Jahre hatten die Ricklinger Vereine auf ein Haus mit einem repräsentativen Festsaal gewartet. Der erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Ricklinger Vereine, Fritz Haake, hatte jahrelang für das Vorhaben gekämpft. In Würdigung seines unermüdlichen Einsatzes wurde der größte Saal des Hauses nach ihm benannt.

Fritz-Haake-Saal
Der Fritz-Haake-Saal im Freizeitheim Ricklingen

In den ersten Jahren war das Freizeitheim eine Begegnungsstätte für Jung und Alt. Es gab den Kaffeenachmittag für Senioren und die Discoveranstaltungen für Jugendliche. Hinzu kam ein großes kreatives Angebot im Werkbereich. Ob Nähen oder Töpfern, ob Schreinern oder Metallgießen, hier konnte sich jeder verwirklichen. Mitte der siebziger Jahre baute die Stadt Hannover Jugendzentren und die offene Jugendarbeit wurde aus den Freizeitheimen in die neuen Zentren verlegt. Neue Aufgaben und Anforderungen wurden an die Freizeitheime gestellt. Die Stadtteilkulturarbeit bestimmte die inhaltliche Arbeit. Anfang der neunziger Jahre wurden umfangreiche bauliche Veränderungen am Freizeitheim Ricklingen vorgenommen. Das Bürgeramt und die Stadtteilbibliothek fanden eine neue Heimat im Haus, hinzu kam ein Gastronomiebereich mit Biergarten.

Heute ist das Freizeitheim Ricklingen ein modernes Stadtteilzentrum mit Bürgeramt, Stadtteilbibliothek, Musik- und Volkshochschule. Im Haus befinden sich Gruppenräume und Säle für fast jedes Vorhaben. Die Gastronomie "Rick´s" schafft den kulinarischen Rahmen für alle Veranstaltungen und bietet ein freundliches Bistro für Jung und Alt. Über 400.000 Menschen besuchen jährlich das Haus am Ricklinger Stadtweg 1. Zu den Nutzergruppen gehören Parteien und Gewerkschaften, Selbsthilfegruppen, Seniorenkreise, Musik- und Theatergruppen, Mal- und Zeichenkreise, Foto- und Videogruppen. Über 150 Gruppen, Vereine und Verbände kommen regelmäßig in das Freizeitheim, wöchentlich, vierzehntägig oder einmal im Monat. Hinzu kommen Einzelveranstaltungen wie Tagungen, Seminare, Betriebs- und Vereinsfeiern, Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen, Eigentümer- und Betriebsversammlungen und vieles mehr. Im Freizeitheim Ricklingen legen Juristen ihre Examen ab, werden Steuerberater ausgebildet und es werden Prüfungen von der Industrie- und Handelkammer abgenommen.
Jeder Gruppenraum wird im Schnitt dreimal am Tag vermietet, die kleineren Säle zweimal am Tag und der Fritz Haake Saal rund viermal die Woche, wobei der Fritz-Haake Saal heute mehr für Tagungen als für Vereinsfeiern genutzt wird.

FZH Ricklingen
Das Freizeitheim Ricklingen aus der Vogelperspektive

Das kulturelle Programm des Freizeitheimes ist vielfältig und bietet allen Bürgern interessante Angebote. Das Spektrum reicht vom Kindertheater über Konzerte, Ausstellungen, Diavorträge bis hin zu Theater- und Opernaufführungen. Ein Arbeitsschwerpunkt ist die Arbeit mit Kindern. Unter dem Dach einer Kinderkulturwerkstatt können Kinder im Alter von 5 - 14 Jahren verschiedenste kulturelle Bereiche kennen lernen und ausprobieren. Z.B. Tanz, Theater, künstlerisches Gestalten, Musik, Literatur, Malerei und vieles mehr. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Viele Veranstaltungen können nur in Kooperation, oder Dank Spender durchgeführt werden. Verlässliche Partner für das Freizeitheim Ricklingen sind die Stiftung Edelhof Ricklingen, die IG Ricklingen, der Bezirksrat, aber auch Geschäftsleute wie K. Oettinger, M. Adam und E. Pistola. Kooperation und Vernetzung gehören zum Alltag. Projekte mit Schulen und Kindergärten, Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek und der Weißen Rose Mühlenberg, dem Spielpark, Jugendzentren und anderen Institutionen bestimmen den Arbeitsablauf.

40 Jahre intensive Nutzung haben an dem Gebäude Spuren hinterlassen. Hier blätterte die Farbe, dort ging eine Tür aus dem Leim, Stühle waren unansehnlich und Tische zerkratzt. Obwohl die Stadt für Schönheitsreparaturen kein Geld mehr ausgibt, ist es gelungen, in Eigenregie die notwendigen Renovierungsarbeiten durchzuführen. Hierbei war nicht nur das Engagement der Mitarbeiter gefragt, es hat auch so mancher, der auf dem Pfad der Tugend leicht ins Straucheln gekommen ist, als so genannte "Ersatzfreiheitsstrafe" im Freizeitheim den Pinsel geschwungen. In den letzten Jahren wurden alle Räume, Säle, Gänge und Flure nach und nach optisch aufgewertet. Auch ist es gelungen, das Haus komplett neu zu bestuhlen und mit Unterstützung des Bezirksrates konnte die technische Ausstattung auf den Stand der Zeit gebracht werden. Der letzte größere Kraftakt war die Erneuerung des Teppichbodens im Fritz-Haake-Saal und im Foyer davor. Gelungen ist es, Dank des unerbittlichen Einsatzes des langjährigen Bezirksbürgermeisters, Werner Bock.

In den letzten 40 Jahren haben sich für und im Freizeitheim Ricklingen sehr viele Menschen engagiert, haben Kurse und Gruppen geleitet und haben bei Veranstaltungen mitgeholfen. Ohne diese ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gäbe es zum Beispiel keine Ricklinger Sommerspiele. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses danken allen, die dem Freizeitheim mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben und wünschen den Besucherinnen und Besuchern weiterhin schöne und interessante Stunden im Freizeitheim Ricklingen.

Übernommen aus der Festschrift "90 Ricklinger Jahre - 50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Ricklinger Vereine - 40 Jahre Freizeitheim Ricklingen"
Arbeitsgemeinschaft Ricklinger Vereine, März 2007

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