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Tischtennis-Club Helga Hannover e. V.

Der TTC Helga e.V. ist einer der ältesten Vereine in Deutschland, der nur die Sparte Tischtennis betreibt (der älteste ist wohl der Kieler TTK Grün-Weiß, der seit 1925 besteht).

Begonnen hatte alles in Hannover-Linden in der Wittekindstraße. Der Vater von Helmut Schünemann (Mitbegründer und erster Vorsitzender) besaß dort eine Bäckerei und im Herbst 1945 wurde dort mit dem Tischtennisspielen begonnen. Aus alten Vitrinen des Kestner-Museums wurden Tischtennis-Tische hergestellt. Die Netze und Bälle wurden durch Tauschhandel gegen Brot erworben. Nach dem Training gab es für jeden Brotschnitten, was damals für alle wegen der Lebensmittelknappheit sehr wichtig war. Die Räumlichkeiten der Bäckerei wurden jedoch bald zu klein für die vielen Spieler, so dass ein Umzug in den Festsaal in der Konkordiastraße erfolgte.
Die englische Militär-Polizei spürte die Spieler jedoch beim Training auf, die dort ohne Erlaubnis spielten. Von der damaligen Militär-Verwaltung wurden sie daraufhin aufgefordert, einen Club zu gründen, damit das Training unter offizieller Aufsicht stattfinden durfte.

Nach dem Vornamen der ersten Frau benannt, die dem Club beitrat (Helga Engelke) wurde im Februar 1947 der Verein gegründet. Die Militär-Polizei wies dem TTC Helga e.V. die Turnhalle in der Mädchenschule Stammestraße zu. Zur Bedingung wurde gemacht, dass der Club mit Frauen, Männern und Jugendlichen an den Punktspielen teilnehmen musste.

Bekannt in ganz Deutschland wurde TTC Helga, als der Verein zu Beginn der 1990 er Jahre bis in die Tischtennis-Bundesliga aufstieg, was in Niedersachsen noch kein anderer Verein geschafft hatte. Unter der Regie von Manager Uwe Rehbein und seinem Berater/Spieler Achim Beck hatte sich der Verein sukzessive von der Bezirksklasse nach oben gearbeitet. Verstärkt durch Trainer Fred Schwenke, der bis 2001 die sportliche Leitung des Teams übernahm, qualifizierte sich die Herrenmannschaft 1987 zunächst für die neu ins Leben gerufene zweite Bundesliga.

1991 erfolgte dann der Aufstieg in die erste Bundesliga. Mit den Spielern Adel Massaad, Andrei Masunow, Berthold Pilsl und Mirko Pawlowski erreichte man Platz acht. Nach Platz 6 in Saison 1992/1993 konnte in der Folgesaison mit dem vorletzten Platz der Abstieg nicht vermieden werden.

Nach drei Jahren in der 2. Liga wurde man 1996/1997 erneut Zweitliga-Meister und stieg mit den Spielern Song Shanhua, Adel Massaad, Elger Neumann, Pasi Valasti, Aki Kontala, Markus Lietzau und Patrick Günther wieder in die 1. Bundesliga auf. Mit Platz 10 musste das Team in der Play-down-Runde antreten, in der man als Letzter abstieg. Die Mannschaft wurde daraufhin bis in die Regionalliga zurückgezogen.

2000 stieg der TTC Helga jedoch wieder in die Zweite Bundesliga Nord auf und wurde hier in der Besetzung Zhao Kan, Thomas Schröder, Pasi Valasti, Song Shanhua, Patrick Günther, Aki Kontala und Florian Buch auf Anhieb Meister. Aus finanziellen Gründen musste der Verein jedoch auf den Aufstieg verzichten und löste in der Folge die Mannschaft auf.

Weitere bekannte Spieler, die in dieser Zeit für TTC Helga antraten, waren z. B. Peter Franz (1987/88), Qui Jun („Jackson“, 1987/89), Lars Hielscher (1990-1992), Uwe Lindenlaub (1989/90), Wan Guohui (1992/94), Piotr Skierski, Michal Dziubanski und Richard Prause (alle 1997/98). Seit der Bundesliga-Ära konzentriert sich der TTC Helga wieder auf den Breitensport und versucht durch aktive Jugendarbeit dem Tischtennissport im Südwesten Hannovers eine breite Basis zu bieten.

Mit freundlicher Genehmigung übernommen vom Tischtennis-Club Helga Hannover e. V., November 2012

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